"Dein Wort ist eine Leuchte für meinen Fuß

und ein helles Licht auf meinem Lebensweg."

Psalm 119, 105 (Basis Bibel)

 

In diesen Wochen konfirmieren wir unsere jungen Leute endlich, mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden des nächsten Kurses wollen wir beginnen. Gerade für die Kinder und Jugendlichen wird es Zeit für einen neuen Anfang raus aus dieser Zeit der Enge.

 

Auch der Frühling, der ein Winter war, scheint sich Bahn zu brechen. Gemeinsam hoffen wir auf eine Zeit der Erholung in so vielen Bereichen unseres Lebens.

 

Manches werden wir noch ausprobieren müssen, Orientierung suchen. Vorsichtige Planungen für den Sommer beginnen in den Familien, in unserem Land, in unserem Dorf.

 

Wir hoffen auch bald wieder Angebote im Familienzentrum und in der Gemeinde öffnen zu können, Kaffeetrinken, Schwatzen, Projekte starten, Beieinander sein dürfen zu erleben. Manche sind forsch und wohlgemut, andere noch sehr vorsichtig. Vielleicht müssen wir auch erstmal wieder lernen und ausprobieren, wie wir aus unserem Seidenraupenkokon rausschlüpfen wollen.

 

Unser Psalmwort gibt uns ein Licht an den Fuß, damit wir ihn sicher einen vor den anderen setzen können - immer abwechselnd, im Tempo der Füße über Stock und Stein. Eigentlich sind wir es gewohnt ein Licht in der Hand zu halten, wir sehen einen Weg und die Füße kommen dann einfach mit. Aber nicht zu sehen, was in weiter Ferne liegt, sondern direkt vor dem nächsten Schritt, ist eine ungewohnte Erfahrung. Und wenn wir wieder sicher unterwegs sind, sollten wir den Kopf heben und den erleuchteten Weg vor uns sehen. Soweit die Füße tragen.

 

Ihre Pfarrerin Beate Henke